Das Melanom
(schwarzer
Hautkrebs)

Das Melanom ist die bösartigste Form von Hautkrebs, die von den Pigmentzellen der Haut ausgeht, wobei sich der Name von der typischen schwarzen Farbe ableitet (im Griechischen bedeutet melanos schwarz).

 

Das Melanom hat in den letzten Jahrzehnten deutlich an Häufigkeit zugenommen. Betroffen sind im Gegensatz zu den meisten anderen bösartigen Hauttumoren nicht nur ältere, sondern teilweise auch sehr junge Patienten.

"Ich habe noch nie in meinem Leben einen Arzt getroffen, der so menschlich und fachlich seinen Beruf ausübt und lebt. Wenn hier für die „Note eins“ Sternchen zur Verfügung stehen würden, er würde ganz viele davon bekommen. "

Patientenzitat auf Jameda

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Wo und wie fällt ein Melanom auf?

Wie wächst ein Melanom?

Was muss ich vor und nach der Operation beachten?

Wie wird das Melanom therapiert?

Welche Komplikationen und Nebenwirkungen können bei einer Melanomoperation auftreten?

Wie hoch sind die Kosten für eine Melanomoperation?

Melanome können an allen Körperstellen auftreten, eine Bevorzugung der sonnenbelasteten Hautregionen besteht nicht. Sie können sich aus vorbestehenden Muttermalen entwickeln oder neu auf normaler Haut entstehen. Typischerweise bereiten Melanome keinerlei Beschwerden und fallen häufig nur dadurch auf, dass sich ein Pigmentmal vergrößert, verändert, dass es dunkler wird oder dass es zu jucken, nässen oder zu bluten beginnt.

Grundsätzlich kann ein Melanom sogenannte Metastasen, d.h. Tochtergeschwülste bilden. Das Risiko hängt von der Eindringtiefe des Melanoms ab (diese wird bei der mikroskopischen Untersuchung sehr exakt bestimmt) und liegt zwischen knapp über 0% und weit über 50%. Da das Risiko bei verschiedenen Patienten also sehr unterschiedlich ist, müssen Sie genau über die bei Ihnen bestehende Situation informiert sein. Der Operateur wird diese mit Ihnen ausführlich besprechen.

 

Die benachbarten Lymphknoten, die Leber und die Lunge als typische Zielstrukturen werden durch Abtasten und durch eine Sonographie bzw. Röntgenaufnahme untersucht. Diese Informationen sind wichtig für Sie, denn nach vollständiger örtlicher Entfernung des Melanoms werden durch den primär behandelnden Dermatologen oder Ihre dermatologische Klinik die weiteren therapeutischen Möglichkeiten und Schritte mit Ihnen besprochen. Als Beispiel sei hier die adjuvante Therapie genannt.

 

In Deutschland wird bei Melanomen von mehr als 2 mm Eindringtiefe ("vertikale Tumordicke") eine Immuntherapie mit Interferon alpha empfohlen, die zusätzlich zur Operation ("adjuvante" Therapie) durchgeführt wird. Interferon alpha regt das körpereigene Abwehrsystem an, eventuell verbliebene, nicht sichtbare Tumorzellen zu bekämpfen. Falls Metastasen (Tochtergeschwülste) bei Ihnen diagnostiziert wurden, bespricht Ihr behandelnder Hautarzt bzw. die behandelnde Hautklinik mit Ihnen die für Sie optimalen und adäquaten Therapieoptionen.

Ein Patient, der ein Melanom entwickelt hat, besitzt ein deutlich erhöhtes Risiko einen zweiten Hauttumor zu bekommen, zudem besteht das grundsätzliche Risiko einer Metastasierung. Deshalb ist eine sorgfältige körperliche Untersuchung vor der Operation (zum Entdecken eines evtl. vorhandenen weiteren Melanoms oder auffälliger Muttermale) und nach Abschluss der Behandlung in Form einer regelmäßigen Nachsorge/Kontrolle beim überweisenden Hautarzt erforderlich.

 

Zudem sollten Sie Ihre Pigmentmale selbst regelmäßig beobachten und jedes Pigmentmal, das Ihnen auffällt Ihrem Hautarzt zeigen. Hierbei ist auf das Entstehen neuer Pigmentmale sowie auf die Veränderung vorbestehender Pigmentmale hinsichtlich Farbe, Größe und Form besonders zu achten.

 

Voraussetzungen für eine Melanomoperation

• Diagnostik durch einen Dermatologen (Hautfacharzt)
• Geprüfter Allgemeinzustand und sogenanntes Staging

Bei Ihnen ist die Diagnose Melanom gestellt worden, entweder aufgrund des typischen klinischen Bildes oder es wurde bereits durch den überweisenden Arzt durch eine Gewebeprobe gesichert.

 

Um das Risiko des örtlichen Wiederauftretens zu minimieren ist die Herstellung eines Sicherheitsabstandes erforderlich. Dieser Sicherheitsabstand liegt je nach Eindringtiefe des Melanoms zwischen 1 cm und 3 cm zu den Seiten, zur Tiefe wird das Unterhautfettgewebe mit entfernt. Den bei Ihnen notwendigen Operationsumfang wird der Operateur mit Ihnen besprechen.

 

Der Verschluss des Wunddefektes erfolgt durch Dehnen der umgebenden Haut, eine Hautverschiebung (Lappenplastik) oder eine Hautverpflanzung. Die im Einzelfall sinnvolle Operationstechnik wird Ihnen vor der Operation ausführlich erklärt.

 

Je nach Größe des notwendigen Sicherheitsabstandes und der Lokalisation des Melanoms wird die Operation in örtlicher Betäubung, evtl. ergänzt durch eine Kreislaufüberwachung und/oder die Gabe von Beruhigungsmitteln, oder in Allgemeinnarkose durchgeführt.

 

Nach der Operation können Schmerzen auftreten, diese sind aber durch Schmerztabletten oder Schmerztropfen gut beherrschbar. Unmittelbar nach der Operation ist das Operationsgebiet geschwollen, ein Bluterguss kann auftreten und die Wundverbände sind auffällig. Dieses ändert sich zügig innerhalb kurzer Zeit. Die Wundpflege erfolgt durch Ihren Operateur. Nach der Entlassung kann der überweisende Arzt die Wundbetreuung (teilweise) auch heimatnah übernehmen. Entsprechendes gilt für das Entfernen einer eventuell notwendigen Wunddrainage und der Fäden.

 

Die aus der Operation resultierenden Narben werden im Laufe der Zeit immer unauffälliger, im Idealfall sieht man nach einigen Monaten kaum noch etwas. Sollten störende Narben zurückbleiben, so kann eventuell eine Korrekturoperation sinnvoll sein. Die Entscheidung hierüber ist meist aber erst nach 6 - 12 Monaten möglich.

Die Kosten für eine Melanomoperation werden üblicherweise nach entsprechender Diagnostik durch die jeweiligen Kostenträger übernommen.